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COMREL Zuverlässigkeitsanalyse von Komponenten
- COMREL beteht aus zwei Teilen: COMREL-TI für zeitinvariante und COMREL-TV für zeitvariante Zuverlässigkeitsanalyse. Grundlage für beide Programmteile ist die Methode erster Ordnung (FORM) oder zweiter Ordnung (SORM). COMREL-TI kann einzeln geliefert werden; COMREL-TV baut auf COMREL-TI auf.
- COMREL enthält zwei alternative, effiziente und robuste Algorithmen um den sogenannten ß-Punkt (Punkt mit der lokal größten Versagenswahrscheinlichkeit) zu finden. Der ß-Punkt ist Grundlage für die FORM/SORM Methodik zur Wahrscheinlichkeitsintegration.
- Andere Optionen zur Wahrscheinlichkeitsintegration sind "Mean Value First Order" (MVFO), Monte Carlo Simulation, Adaptive Simulation, Sphärische Simulation und mehrere "Importance Sampling" Schemata.
- 44 verschiedene Wahrscheinlichkeitsverteilungen (univariate stochastische Modelle) sind verfügbar.
- Es lassen sich beliebige Abhängigkeitsstrukturen mit Hilfe der Rosenblatt-Transformation, der äquivalenten Korrelationskoeffizienten nach Nataf / Der Kiuerghian oder des Hermite-Modells erzeugen.
- Neben dem Zuverlässigkeitsindex werden Importanzmaße für alle relevanten Eingangsgrößen berechnet:
Globaler Einfluß der Baisvariablen auf den Zuverlässigkeitsindex, Sensitivitäten und Elastizitäten für die Verteilungsparameter, die Mittelwerte und die Standardabweichungen der Baisvariablen, Sensitivitäten und Elastizitäten für deterministische Parameter in der Versagensfunktion. Aus der Sensitivitätsanalyse werden partielle Sicherheitsfaktoren abgeleitet.
- Parameterstudien können für beliebige Größen durchgeführt werden, sei es ein Verteilungsparameter, ein Korrelationskoeffizient oder ein deterministischer Parameter. Aus einer Parameterstudie können Graphen des Zuverlässigkeitsindex , der Versagens- oder Überlebenswahrscheinlichkeit, des Einflusses von Basisvariablen oder deterministischen Parametern und des Erwartungswertes einer Kostenfunktion erzeugt werden.
- Alle Ergebnisse sind als strukturierte Text-Datei und als Datei zum Erzeugen von Plots verfügbar. In COMREL generierte und mit den reichhaltigen Plot-Optionen formatierte Graphiken können mit den üblichen Windows-Techniken (Clipboard, Metafile, Bitmap) exportiert werden. Falls notwendig kann ein detaillierter Ausdruck von Zwischenergebnissen zur Fehlersuche generiert werden.
- Die zeitvariante Zuverlässigkeitsanalyse beruht auf dem Konzept der Austrittsraten (outcrossing approach). Die Prozessvariablen wie auch das Versagenskriterium können stationär und nicht-stationär sein. Die Möglichkeiten zur Modellierung von Prozessvariablen umfassen Rechteckwellen mit oder ohne "Auszeiten" (Intermittencies), differenzierbare Gauß’sche Prozesse sowie differenzierbare, nicht-Gauß’sche Translationsprozesse (mit Hilfe des Nataf- oder Hermite-Modells). All diese Prozesse können auch als Vektorprozesse definiert werden.
- COMREL hat einen symbolischen Prozessor zur Auswertung der Versagenskriterien, die in normaler mathematischer Notation (wie in Computer-Algebra Programmen) eingegeben werden und ist damit unabhängig von Compilern. Der symbolische Prozessor enthält eine Vielzahl an vordefinierten Funktionen: Elementare, trigonometrische, hyperbolische, logarithmische und spezielle Funktionen wie das Standardnormalverteilungsintegral und die dazu inverse Funktion, Bessel und Gamma Funktionen, numerische Integration, Differentiation und Nullstellensuche, Vergleichsoperatoren und vordefinierte Konstanten. Es lassen sich auch anwenderdefinierte Hilfsfunktionen und Referenzfunktionen erzeugen, so wie man in höheren Programmsprachen "Subroutines" oder "Procedures" benutzt.
- Alternativ zur Version mit dem symbolischen Prozessor ist die "Pro-Version" mit einer Fortran-90 Schnittstelle zu den Versagenskriterien erhältlich. Hier sind die Versagenskriterien in Form einer Subroutine zu programmieren und mit den Objekten von COMREL zu linken. Der gesamte Vorgang wird ebenfalls von der interaktiven Windows-Oberfläche gesteuert. Die Pro-Version ist für komplizierte, iterative Versagenskriterien gedacht und erlaubt auch große, externe Programme oder Programmbibliotheken in die Versagenskriterien einzubinden.
- Eine reichhaltige Hilfefunktion ist für beide COMREL-Versionen vorhanden. Alle Schritte in einer Zuverlässigkeitsanalyse sind über Icons und Tastenkürzel leicht zugänglich. Eine Statuszeile gibt Kurzinformationen zu allen Optionen. Die Hilfefunktion umfasst auch eine Beschreibung der theoretischen Konzepte und ist in allen wichtigen Bereichen kontextsensitiv, wie in anderen, modernen Windows-Applikationen.
- Eine ausführliche Beschreibung der Theorie und eine detaillierte technische Referenz sind im Handbuch für COMREL und SYSREL enthalten.
- Zum Lieferumfang gehört eine Sammlung an Beispielen, die alle Möglichkeiten von COMREL aufzeigt.
- COMREL mit symbolischem Prozessor benötigt keine Hilfsprogramme (sog. stand-alone executable).
COMREL-Pro benötigt einen Fortran Compiler (derzeit Intel Visual Fortran 8.x/9.x oder Compaq Visual Fortran 6.x).
Dieser wird am besten direkt von Intel bezogen: Intel Software Products
Dort weiter zu: Compilers , Intel Compilers for Windows , Intel Visual Fortran Compiler (Standard Edition)
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